Alltagsgeschichten mit Babyzeichensprache

"Ich saß mit meinem Sohn (damals 10 Monate) am Tisch und wir haben gemalt. Er sagte mir immer mit den Zeichen, was ich für ihn malen sollte. z. B. Blume, Baum, Vogel, Haus usw.
Dann nahm er sich ein Blatt und einen grünen Stift. Er malte wild drauf los. Als er fertig war, strahlte er mich mit großen Augen an und reichte mir das Blatt. Ich sagte: Ich sehe, du hast mit grün gemalt. Dann schaute er mich an und machte "Frosch". Ich erwiderte: Ah, jetzt sehe ich den Frosch!". Er strahlte wieder so, nahm sich wieder das Blatt und gereifte zu einem blauen Stift. Dann gab er es mir wieder und sagte: "Frosch" und "Wasser". 
Wir unterhielten uns dann eine ganze Weile über die Frösche, wo sie lebten, was sie essen usw. 
Es waren einfach oft solche Momente, in denen ich so dankbar bin, die Zwergensprache mit meinen Kindern erlebt haben zu dürfen."

"Wir hatten wieder mal den Zoo besucht. Mein Kleiner (10 Monate) spielte an der Scheibe mit dem Orang-Utan. Sie hielten sich immer wieder die Hände zu der Scheibe. Der Affe ging dann weg. Plötzlich drehte er sich um, nahm Anlauf und schlug mit den Händen gegen die Scheibe. Mein Sohn fiel vor Angst um. Ich nahm ihn auf den Arm und tröstete ihn und er sagte "Angst" und "Affe". Wir sprachen über seine Ängste und auch zu Hause zog sich das Thema fasst 3 Wochen lang. Bestimmt 30x am Tag kam "Angst" und "Affe" und manchmal auch "Haus" dazu. Ich besprach das Thema immer wieder mit ihm und wir gingen das Haus auch durch um ihm zu zeigen, dass kein Affe im Haus ist.
Ich war so dankbar, dass er sich mit der Babyzeichensprache ausdrucken konnte und er die Angst nicht mit sich alleine aus machen musste und wir ihn darin begleiten konnten. Ohne ihr wäre ich nie auf den Gedanken gekommen, dass es ihn so lange beschäftigt hätte."

"Wir waren spazieren und mein Sohn (14 Monate) zeigte mir genau auf so ein Holzstorch mit einem Baby im Sack und sagte mit Hilfe der Babyzeichensprache „Essen“ und „Vogel“. Für ihn sah es so aus, als ob der Storch das Baby fressen möchte. Ich erzählte ihm, dass es nicht so ist und der Storch das Baby hier her geflogen hat und ein Storch Frösche liebt zum Essen.
Es hat ihn den ganzen Tag beschäftigt und als mein Mann von der Arbeit heim kam, wurde gleich von von ihm erzählt, dass er einen Storch gesehen hat, der ein Baby essen wollte."

"Ich legte meine Tochter (15 Monate) zum Mittagschlaf nieder. Sie schlief normal immer sehr schnell ein. Als ich merkte, dass es diesmal nicht so ist, bin ich zu ihr rein und fragte ob sie nicht müde ist. Sie sagte "müde" und zeigte auf das Fenster und sagte "zu". Ich machte es auf ihren Wunsch hin zu und sie drehte sich zufrieden um und fand gleich in den Schlaf. Ich fand es so toll, dass sie mir sagen konnte, dass sie das offene Fenster und der Lärm anscheinend zum Einschlafen hinderte."

"Milch war eines der ersten Zeichen, dass mein jetziger Große gezeigt hat. Aber auch bevor er es selbst gezeigt hatte, hatte er es schon verstanden, indem ich das Zeichen machte als ich wusste er möchte gestillt werden (damals 6 Monate). Er hörte dann sofort auf zu weinen und hatte Geduld gezeigt, bis ich ihm die Brust geben konnte. Es war zu der Zeit Winter und hatte viel an. Es nahm mir unheimlich viel Stress ab."

"Ich war mit meinen beiden Kindern (4 Jahre der Große und 14 Monate der Kleine) im Zoo. Der kleine hatte sich bei den Ziegen erschrocken, da eine genau vor ihm vom Dach gesprungen ist. Als wir wieder zu Hause waren, spielten meine zwei im Wohnzimmer und ich war neben an und habe das Abendessen zubereitet. Ich hörte meinen Großen sagen: "du brauchst keine Angst zu haben, wir sind da und hier gibt es keine Ziegen." 
Sie spielten wieder weiter und ich fand es so toll, dass auch unter ihnen die Kommunikation so toll ist. Sie haben auch dank Dunstan Babysprache von Anfang ein eine so tolle Bindung zueinander, dank der "verstandenen" Kommunikation." 

"Mein kleiner (12 Monate) sagte "Musik" und wir legten die CD ein. Dann schüttelte er den Kopf und sagte "Musik". Ich wusste erst nicht, was er meinte. Ich fragte nach, ob er doch keine Musik hören möchte aber er sagte wieder "Musik" und schüttelte den Kopf. Ich sagte ihm, dass ich ihn nicht verstehe und ob er mir es anders sagen kann, was er meint. Dann sagte er "Musik" und "Hahn". Ah, jetzt wusste ich glaube, was er mir sagen wollte. Er wollte eine andere CD. Wir haben eine, bei der das erste Lied mit einem Hahn-Laut anfängt. Ich sagte ihm, ich glaub ich habe dich verstanden und lege die andere CD ein und als der Hahn zum krähen anfangt, strahlten seine Augen und er fing zum tanzen an." 

"Wir wollten essen und ich sagte Guten Appetit. Mein Sohn zeigte "Nein" und "Kerze". Stimmt, ich hatte die Kerze vergessen anzuzünden. Dann hat er gestrahlt und wir haben mit Kerzenschein gegessen."

"Ich ging für 2 Monate in Vaterkarenz und meine Frau ging in dieser Zeit arbeiten. Sie hat einen 12,5 Stunden Dienst und wenn sie in der Arbeit war, wussten wir, dass wir sie heute nicht mehr sehen. Unser Kleiner (12 Monate) fragte an solchen Tagen sehr oft "Wo" und "Mama". Ich sagte und zeigte dazu "Mama" ist "arbeiten" und er war dann ganz entspannt. Er verstand es mit dem gesagten und gezeigten viel besser."

"Ich kann mich noch gut an die Situation erinnern, als wir damals einen Ausflug zu einem größeren Spielplatz gemacht haben. Gerade erst angekommen, zeigte mein Kleiner (8 Monate) das Zeichen "Haus". Auf die Frage ob er nach Hause möchte, zeigte er wieder "Haus".

Also gingen wir wieder. Ohne dem Zeichen wäre ich nie drauf gekommen und hätte bestimmt ein unzufriedenen Baby gehabt..."

"Essen war für uns ein so wichtiges Zeichen. Als meine damals dann angefangen hatte auch sage zu könne was sie essen möchte (Brot, Nudeln, Banane usw.), war einfach nur super und hat so viel erleichtert."

 
"Meine Kleiner (14 Monate) und ich wachten in der Früh auf und er schaute mich an und zeigte "Wo", "Vogel" und "höre nichts". Stimmt, konnte er auch nicht. Es wurde draußen schon kälter und das Fenster war in der Nacht das erste Mal geschlossen und so konnte er sie in der Früh auch nicht hören."